• Arbeit haben oder keine ...
  • Experiment Zukunft ...
  • Gesundheit 2. Klasse?





Arbeit haben oder keine ...

Die oben gestellte Frage wird immer mehr zur alles entscheidenden Frage, wenn es um die Zukunft junger Menschen geht. Wer Arbeit hat, ist drin, kann mitreden und mithalten, kann sich was leisten. Wer keine hat, steht oft genug draußen, sieht zu, wie das Leben an ihm vorbeizieht ...
 
Das Seminar ist für Zivis, die einen Job haben ebenso gedacht, wie für die, die (noch) keinen haben. Wir wollen uns mit dem beschäftigen, was Arbeitslosigkeit so schwer erträglich macht und Arbeit so wichtig. Dazu gehört auch die "Schuldfrage". In weiten Teilen der Bevölkerung besteht die Annahme, dass derjenige, der keine Arbeit hat, daran selbst schuld ist. Wie sehen die Teilnehmer das? Wem helfen diese Schuldzuweisungen? Welche Gründe gibt es, die zu unverschuldeter Arbeitslosigkeit führen können?
 
Außerdem bietet das Seminar Raum für Fragen, die selten gestellt werden, aber das Nachdenken lohnen, wie zum Beispiel: Wie kann ich Zeiten der Arbeitslosigkeit so gestalten, dass ich sie nicht so negativ empfinde? Welche Ansprüche habe ich an meine Arbeit, damit ich mit ihr zufrieden bin? Was treibt mich an, Einsatz zu zeigen?
 
Wer Lust hat, sich mit diesem Thema fair und offen auseinander zu setzen und eigene Erfahrungen einzubringen, ist herzlich willkommen.


Experiment Zukunft ...

Wir Menschen versuchen seit jeher, unsere Zukunft zu gestalten. Die Anwesenheit von Krankheiten und Leiden haben uns dazu angeregt, nach Wegen zu suchen, wie wir ihnen entgehen können. Dabei kann es jedoch nicht um ein blindes "der Zweck heiligt die Mittel" gehen. Vielmehr müssen wir mit Augenmaß die Möglichkeiten und Grenzen der Forschung ausloten, um eine lebenswerte Zukunft zu haben.
 
Am deutlichsten wird die Notwendigkeit, verschiedene Werte gegeneinander abzuwägen bei der Bioethischen Forschung. Zum einen existiert das Recht auf freie Forschung und dies hat uns eine Reihe großer Erfolge ermöglicht. Viele Krankheiten würden ohne diese Errungenschaften sehr viel schwerer verlaufen. Auf der anderen Seite bestehen Regeln zum Schutz von Individuen – vor allem für nichteinwilligungsfähige Individuen und für Individuen in einer verletzbaren Lage, wie zum Beispiel Inhaftierte. Auch dies hat gute Gründe.
 
Am Beispiel der Forschung mit Embryonen lässt sich nachverfolgen, welche Auffassungen sich gegenüberstehen und welche Instrumente geschaffen wurden, um die Balance zu sichern zwischen den Interessen der Wissenschaft und grundlegenden Menschenrechten. Wie sind sie einzuschätzen?
 
Es sind keine Vorkenntnisse erforderlich. Wer Lust hat, sich mit Fragen der Zukunftsgestaltung auseinanderzusetzen, ist herzlich willkommen.


Gesundheit 2. Klasse?

Der Präsident der Ärztekammer, Professor Jörg-Dietrich Hoppe löste mit dem Begriff der Priorisierung im letzten Jahr eine große Diskussion aus. Sein Vorschlag, dass nicht mehr alle bisher vorgesehenen gesetzlichen Krankenkassenleistungen bezahlt werden sollen, sondern nur noch die wichtigsten, ließ die Emotionen hochkochen.
 
Was auch immer man von diesem Vorschlag halten mag: Wer genau hinsieht, konnte in den vergangenen Jahren erkennen, dass es in deutschen Arztpraxen und Krankenhäusern längst die Tendenz gibt, nicht mehr allen alles zu bezahlen. Unter dem Zwang, Kosten zu sparen, wird genauer als früher erwogen, wer welche Leistung erhält. Da spielen Überlegungen zur verbleibenden  Lebenserwartung und -qualität ebenso eine Rolle wie das Gesundheitsverhalten des Patienten/der Patientin und dessen/ deren berufliche Perspektive.
 
Wir werden diese Entwicklungen genauer betrachten, uns ihre Hintergründe ansehen, und überlegen, welche Auswege aus der Kostenfalle denkbar sind.
 
Das Seminar ist für alle gedacht, die sich tiefer auf die aktuelle sozial- und gesundheitspolitische Diskussion einlassen wollen. Vorkenntnisse sind nicht Voraussetzung - willkommen ist, wer mitdenken und -reden mag.