• globale Trends – globale Risiken
  • München `72
  • Rechtsstaat Deutschland
  • Kein Friede in Nahost  - Ein Seminar zur Vertiefung der Kenntnisse über den Palästinakonflikt



globale Trends – globale Risiken
 
Riesiger CO2-Ausstoß, Ausstieg aus der Atomenergie, Klimakonferenz, Blauer Engel, das sind nur ein paar Schlagworte, die einen Blick auf kommende Probleme zeigen. Aber durch die Globalisierung werden noch viel mehr Bereiche, als nur die Umwelt- beziehungsweise Klimaprobleme deutlich.

Ein weiterer Bereich ist die Zunahme der Weltbevölkerung. Auch wenn in Deutschland der Trend entgegengesetzt läuft, diese unsere Erde wird immer dichter bevölkert. Damit gehen eine Reihe Probleme einher. Immer mehr Menschen wollen in Städten wohnen, diese werden flächenmäßig immer größer. (Los Angeles zum Beispiel breitet sich auf einer Fläche von 150 x 150 Kilometern aus. Es müssen große Mengen an Nahrungsmitteln in die Stadt hinein und riesige Müllberge aus der Stadt hinaus gebracht werden.)

Rohstoffe sind auf der Welt ungleich verteilt und werden knapper. Wie gehen wir mit den uns zu Verfügung stehenden Rohstoffen um? Welche Rolle spielt Recycling?

Und zu guter Letzt gibt es ja auf dieser unserer Erde eine Menge verschiedener Ansichten vom Leben. Ist dir Art und Weise der Organisation der westlichen Welt die Richtige, oder sollten wir lieber in einem völlig anders organisierten System leben? Können verschiedene Kulturen, nebeneinander, miteinander oder nur gegeneinander leben?

München `72

Am 26. August 1972 beginnen in München die „Spiele der XX. Olympiade“. Es sollen fröhliche Spiele werden, die ein friedliches Gesicht Deutschlands widerspiegeln. Doch am Morgen des 5. September beginnt ein grausames Ereignis, welches einen Tag später blutig endet.

Was war geschehen? Neun Israelische Sportler werden als Geiseln genommen, zwei weitere sterben bei dieser Aktion. Die palästinensische Terrorgruppe „Schwarzer September“ versucht damit die Freilassung von 232 palästinensischen Häftlingen in Israel, zwei deutschen Terroristen und einem japanischen Terroristen zu erzwingen. Israel und Deutschland lehnen ab.

Die Ereignisse nehmen ihren Lauf. Unerfahrenheit im Umgang mit Terroristen, Fehleinschätzung der Situation und an verschiedenen Stellen auch einfach nur der Wunsch Gesicht zu wahren, beziehungsweise in der Öffentlichkeit gut da zu stehen, führen Stunden später zu einem Desaster. Von elf Sportlern überlebt keiner, von den acht Terroristen sterben ebenfalls fünf. Außerdem wird bei der Auseinandersetzung auch ein deutscher Polizist getötet.

In den folgenden 20 Jahren liquidierten Mossad-Kommandos zwei der Attentäter, die überlebt hatten und mindestens zwölf weitere beteiligte Palästinenser, die verdächtigt wurden, den Anschlag in München geplant und vorbereitet zu haben.

Im Seminar soll, neben einer kurzen Darstellung der Ereignisse von 1972, die Frage diskutiert werden: „Wie weit darf eine Demokratie gehen, um sich selbst und ihre Grundfesten zu schützen?“

Rechtsstaat Deutschland
 
Im Rechtsstaat Deutschland geht’s drunter und drüber. Straftäter werden freigesprochen, „Kleine Leute“ die ihr Überleben sichern, werden mit drakonischen Strafen belegt. Dies hört man oft an Stammtischen und wenn man die Zeitung liest, den Lokalteil, dort die Gerichtsberichte, dann kommt man möglicherweise zur selben Meinung.

Aber ist das wirklich so? Fragt man einen Polizisten dann hört man manchmal, dass die Strafen bei dem einen oder anderen ruhig etwas härter ausfallen könnten. Also was ist nun? Ist unser Rechtsstaat eher streng oder gar eher liberal?

Wir wollen uns einmal mit dem Prozedere nach der Anzeige einer Straftat beschäftigen. Welche Arbeit muss die Polizei leisten, bevor sie „den Fall“ an die Staatsanwaltschaft abgeben kann? Wenn der Staatsanwalt die Sache erst einmal auf dem Tisch hat, heißt das automatisch Gerichtsverhandlung? Oder welche Möglichkeiten hat der Anwalt des Staates?

Ein weiterer Aspekt des Seminares soll das „Gerichtsverfahren“ sein. Wie sind die Möglichkeiten der Justiz? Was ist alles zu beachten, damit auch wirklich Recht gesprochen werden kann und nicht der „Böse“ laufen gelassen wird und der „Gute“ in den Knast wandern muss?

Zum Abschluss wollen wir ein wenig Ordnung schaffen mit Vorurteilen zu der Frage: Was passiert nach einem Schuldspruch? Hier ist nicht das Gefängnis die einzig mögliche Strafe. Vielleicht gibt es ja noch viel, viel härtere Strafen? Wie sieht es denn zum Beispiel mit „Bewährung“ aus?

Wen also das Zusammenspiel von Polizei, Staatsanwaltschaft, Gerichtsbarkeit und Strafvollzug interessiert, der ist herzlich eingeladen.


Kein Friede in Nahost  - Ein Seminar zur Vertiefung der Kenntnisse über den Palästinakonflikt
 
Im schulischen Unterricht wird das Dauerthema Nahost weitschweifend behandelt. Trotzdem herrscht eine große Unkenntnis über den Nahen Osten vor, so jedenfalls spürt man es, wenn dieses Thema angesprochen wird.

Von verschiedenen Seiten aus soll im Seminar der Versuch unternommen werden, das Knäul „Palästina“ zu entwirren. Da gibt es nicht nur die israelische und palästinensische Sichtweise, da melden die USA, UK und andere Staaten Ansprüche in Nahost an.

Teile der arabischen Welt verbünden sich im Kampf gegen den Staat Israel. Staaten des Nahen Osten fühlen sich militärisch bedroht, weil Israel Atomwaffen besitzen soll; besitzt. Ein Pulverfass könnte explodieren und die ganze Welt in einen Strudel der Vernichtung reißen. Um 1998 entdeckt Osama bin Laden das Thema Nahost als geeignete Plattform für den Kampf von Al-Kaida gegen den Westen.

Wird es Frieden geben, Frieden gegen Land? Werden die Siedler diesen Weg mitgehen? Was bietet die Weltgemeinschaft den palästinensischen Flüchtlingen in Syrien, Libanon, Ägypten und Jordanien an?

Der Holocaust gehört zu den Schlüsselerklärungen für die Lage in Palästina. Eine Auseinandersetzung mit dem Antisemitismus, dem Judentum und den Verbrechen des deutschen Volkes am jüdischen Volk soll  Schattenthema dieses Seminares sein.

Eine Studienfahrt zum Jüdischen Museum nach Berlin ist in den Gesamtverlauf eingeplant.