- Der Vertrag von Lissabon eine neue Etappe im europäischen Einigungsprozess - Was bringt uns die Europäische Union?
- AGENDA 2010 – TOP ODER FLOP ?
- FIT FÜR DIE ZUKUNFT
- TYPISCH DEUTSCH!? Wir Deutschen - Wie wir sind und wie wir so wurden!
Der Vertrag von Lissabon eine neue Etappe im europäischen Einigungsprozess - Was bringt uns die Europäische Union?
Europa ist ein Traum für wenige,
eine Ernüchterung für viele,
aber eine Notwendigkeit für alle
Konrad Adenauer
Ein Neustart ist allemal ein Anlass für Rückblick und Ausblick, eine Art Zwischenbilanz: was wurde erreicht, woran ist man gescheitert, Hoffnungen, Enttäuschungen, Perspektiven… noch für die Generation unserer Eltern war diese Union von Portugal bis ins Baltikum schwer vorstellbar – lebte man doch in Staaten, die ein „eiserner Vorhang“ trennte, die Großväter lernten die heutigen Freunde oder zumindest Verbündeten teilweise noch als Kriegsgefangene kennen.
Frieden, Sicherheit, Freizügigkeit, Wohlstand sind heute Realität – aber auch Ängste und Ärger: bedeutet „Grenze weg“ auch „Job weg“? Offene Grenzen nicht nur Reisefreiheit und arbeiten im Ausland, sondern auch Freizügigkeit für Straftäter und Terroristen? Bürokratie pur – ein Wust von Verordnungen, Verboten, Vorschriften. Beschäftigen werden wir uns deshalb mit:
- Erfahrungen und Erwartungen an die EU
- Etappen im Europäischen Einigungsprozess
- Leben und Arbeiten in Europa
- Migration innerhalb und in die EU
- dem Erweiterungsprozess
- Sicherheit und offene Grenzen
- Europa konkret: Vor Ort Erkundung EU – geförderter Projekte in Sachsen und Brandenburg
AGENDA 2010 – TOP ODER FLOP ?
Am 14. März 2003 verkündete Gerhard Schröder die Agenda 2010.
Unter dem Motto „Mut zum Frieden und Mut zur Veränderung“ wurde das größte Reformprogramm einer Bundesregierung seit Bestehen der Bundesrepublik eingeleitet, mit dem einzigen Ziel:
„Dieses Land fit zu machen für die Zukunft, um den enormen Veränderungen und Herausforderungen weltweit begegnen zu können, denen Deutschland heute ausgesetzt ist “.
30 Reformvorhaben aus den wichtigsten Politikbereichen wurden vorgelegt:
ARBEITSMARKT
MITTELSTAND
GESUNDHEIT
EINKOMMENSSTEUER
FAMILIEN UND KINDER
HOCHSCHULREFORM
BÜROKRATIEABBAU
ZUWANDERUNG
Wie ist die Bilanz der Umsetzung? Sind die Probleme gelöst worden? Hat sich Deutschland durch diese Reformen verändert? Wer sind die Modernisierungsgewinner und wer die Verlierer?
Wie beurteilen jetzige Bundesregierung, Opposition, Wissenschaftler, Arbeitgeberverbände, Gewerkschaften, Sozialverbände und Kirchen den Erfolg der Reformen?
Welche eigenen Erfahrungen habt ihr als Zivildienstleistende und als Staatsbürger mit den Auswirkungen der Agenda 2010 gemacht, an euren Dienststellen, am ehemaligen oder zukünftigen Arbeits- beziehungsweise Ausbildungsplatz, in der Familie, im Freundes- und Bekanntenkreis?
Darüber werden wir uns im Unterricht austauschen.
FIT FÜR DIE ZUKUNFT
Ein gutes Stück Zivildienst liegt bereits hinter euch. Die zweite Hälfte hat begonnen, das Ende der Zivi-Zeit ist fast schon in Sicht: Ein neuer Lebensabschnitt wird beginnen. Dieser will gestaltet sein: Aber welche Ziele sollte man sich setzen? Endlich voll durchstarten, Zukunftsplanung, berufliche Neu- oder Umorientierung, vielleicht auch die erste eigene Wohnung, raus von zu Haus, Partnerschaft, Nachwuchs...
Was ist sinnvoll und realisierbar in einer sich immer schneller wandelnden Welt, in der sich Staat und Bürger mit täglich neuen Herausforderungen wie demografischen Veränderungen, wirtschaftlicher Globalisierung und sozialer Differenzierung konfrontiert sehen.
Um dieser Zukunft fit und gelassen entgegenzugehen, stehen im Unterricht folgende Aspekte im Mittelpunkt:
- Reflexion der bisher im Zivildienst gemachten Erfahrungen - Verwertbarkeit für die Zukunft;
- Anforderungen an den Arbeitnehmer der Zukunft - Schlüsselqualifikationen;
- Hilfestellung für Berufsfindung - Lehre oder Studium? Was soll ich nur werden?
- Mit Stil zum Ziel - moderne Umgangsformen;
- „Selbst ist das Volk“ - Möglichkeiten für Mitwirkung und Gestaltung gesellschaftlichen Lebens.
Außerdem werden wir auf Erkundung gehen in die Zukunft der Region rund um Schleife, die geprägt ist vom Braunkohleabbau. Was entsteht, wenn der Bagger weg ist?
Wetterfeste Kleidung bitte mitbringen!
Herzlich willkommen!
TYPISCH DEUTSCH!? Wir Deutschen - Wie wir sind und wie wir so wurden!
Fußball, Oktoberfest, Sauerkraut, Kuckucksuhren, Ballermann-Tourismus, Rücksichtslosigkeit, große Autos, Ordnungssinn, Obrigkeitshörigkeit, Bedenkenträgerei, Besserwisserei, „Made in Germany“, Heidelberger Romantik, Neuschwanstein, Schrebergärten,, Gartenzwerge, Auschwitz, Fleiß, Pünktlichkeit, Humorlosigkeit, Gemütlichkeit, Dichter, Denker, blonde Frauen, blaue Augen, Beethoven, Bach, Bohlen, „Superstars“, Goethe Schiller, Konsalik -.
Ist das alles typisch deutsch? Gehört das alles oder zumindest vieles davon noch zum Bild, das sich das Ausland von uns macht, und erkennen wir uns darin vielleicht doch ein bisschen wieder?
Oder hat das alles mit der Wirklichkeit im Deutschland von heute nichts oder wenig zu tun?
Was kann typisch sein in einem Land mit über 80 Millionen Menschen, in dem noch immer nicht zusammengewachsen ist, was zusammengehört, indem ein hoher Prozentsatz von ausländischen Mitbürgern und Migranten lebt und indem viele Deutsche ihre Geschichte nur in Bruchstücken kennen und ihre Sprache immer schlechter sprechen?
Und weicht Ihr als junge Generation nicht sowieso von den tradierten Mustern ab? Hat nicht der umfassende Wertewandel sogar die Älteren berührt?
Ja lösen die Globalisierungstendenzen und europäischer Einigungsprozess nicht ohnehin die nationalen Konturen auf und ist „typisch deutsch“ ein Auslaufmodell?
In unserem Seminar werden wir manch typisch Deutsches kritisch überprüfen: Klischees, Vorurteile oder Realität?
Wie lassen sich die Eigentümlichkeiten erklären? Wie sind wir geworden, wie wir sind?
Ausgehend von Eurer Beschreibung von TYPISCH DEUTSCHEM werden wir uns mit einzelnen Charakteristika näher beschäftigen, indem wir sie hinsichtlich ihres Zustandekommens und ihrer Realitätsbezogenheit überprüfen.
Teilaspekte werden sein:
- Wer sind wir Deutsche als Landsleute?
- Geschichtliche Ereignisse, die uns geprägt haben,
- Was denken andere über uns ?
- Wir Deutschen auf dem Weg zu einem normalen Volk: Frieden mit der Geschichte; das „neue Nationalgefühl“; vom „hässlichen Deutschen“ zum verantwortungsvollen Partner
Herzlich willkommen!