- Voller Energie
- Soziale Marktwirtschaft: Gut für Alle!?
- OPEN SPACE – UmWelt
- Neu-Neuer-Erneuerbar: Energie als Eine-Welt-Frage
- Total Global: alle für EINE WELT für alle
Voller Energie
20 Jahre Deutsche Einheit ist auch eine Reflexion einerseits auf sich signifikant verändernde äußere (globale) Umweltbedingungen – Stichwort: Erderwärmung und Klimawandel – und andererseits auf die „Antwort“ durch technologische, aber auch politische initiierte weil ethisch-moralisch indizierte Entwicklungen im Bereich der Erzeugung permanent benötigter Elektroenergie („Strom“) für das tägliche Leben – Stichwort: Ausstoß klimaschädlicher Gase wie CO2 – .
Unter dem Motto „Im Osten geht die Sonne auf“ wird aufgezeigt, wie sich die Lausitz (Ostsachsen und Südbrandenburg) in den letzten 20 Jahren vom sogenannten „Schwarzen Dreieck“ zu einer Region entwickelt hat, in der Kommunen und Landkreise inzwischen im Wettbewerb um den European Energie Award (eea) ringen, Umweltpreise gewinnen und Menschen hervorbringen, über die man gut und gerne sagen kann, dass sie zu den „Pionieren“ einer nachhaltigen Entwicklung gehören, getreu dem Motto: „Global denken – lokal handeln“.
Es sollen Menschen zu Wort kommen und authentisch berichten, unter welchen Bedingungen und mit welcher Motivation vor 1989 gegen die immense Umweltzerstörung in der DDR Widerstand organisiert wurde und wie heute – unter demokratischen Verhältnissen – eine kritische Auseinandersetzung und Meinungsbildung zu politischen, sozialen, ökonomischen und ökologischen Aspekten möglich und nötig ist.
Exkursionen werden das Seminar inhaltlich ergänzen.
Soziale Marktwirtschaft: Gut für Alle!?
„Finanzkrise“ beziehungsweise „Wirtschaftkrise“ zeigen es: Der Ruf nach “echter“ sozialer Marktwirtschaft mit verbindlichen Regelungen durch den Staat wird lauter.
Die Soziale Marktwirtschaft beschreibt ein wirtschaftstheoretisches und wirtschaftsethisches Modell einer marktwirtschaftlichen Ordnung, in welchem dem Staat hauptsächlich die Aufgabe zukommt, den Ordnungsrahmen zu gestalten. Für Deutschland beinhaltet Soziale Marktwirtschaft zunächst die von 1945 bis 1967 reichende Wirtschaftsgeschichte der Bundesrepublik Deutschland, die für den Wiederaufbau nach dem 2. Weltkrieg als Alternative zu einer staatlich gelenkten Wirtschaft entwickelt wurde, wesentlich geprägt durch die Wirtschafts- und Sozialpolitik Ludwig Erhards, heute bekannt als das „Wirtschaftswunder“.
Das Grundelement der sozialen Marktwirtschaft ist die Verbindung "des Prinzips der Freiheit auf dem Markt" mit dem "des sozialen Ausgleichs". Die Soziale Marktwirtschaft erlaubt einerseits dem Unternehmer freie Möglichkeiten zur Entfaltung, andererseits bietet sie dem Arbeitnehmer eine soziale Absicherung. Nach dem Subsidiaritätsprinzip übernimmt der Staat einen Teil der für Alle wichtigen, aber nicht gewinnbringenden Aufgaben. Er ergreift immer dann Maßnahmen, wenn die Ergebnisse des Marktes (zum Beispiel die Einkommens- oder Vermögensverteilung) den wirtschafts- und sozialpolitischen Zielsetzungen der sozialen Marktwirtschaft zuwiderlaufen, insbesondere wenn die unsozialen Auswirkungen des freien Marktes ausgeglichen werden müssen.
In den letzten Jahren haben sich in der Sozialen Marktwirtschaft starke Probleme ergeben. Aufgrund der Arbeitslosigkeit und Steuerausfällen beim Staat sind die Gelder für soziale Bereiche immer knapper geworden. Wesentliche Problemfelder der sozialen Marktwirtschaft in Deutschland sind zur Zeit die Arbeitslosigkeit und das Rentensystem sowie das Gesundheitswesen.
Im Seminar wird die 60jährige gesellschaftspolitische Geschichte der Bundesrepublik Deutschland unter dem Blickwinkel der Nachhaltigkeit näher beleuchtet. In Zeiten von Wirtschaftkrise einerseits und Klimawandel andererseits kommt der Frage nach einer nachhaltigen und damit zukunftsfähigen Entwicklung Deutschlands im „Getriebe“ Europas und der Welt eine entscheidende Bedeutung zu, das heisst:
Wir diskutieren über nichts Geringeres als über die Zukunft Deutschlands in einer globalisierten Welt!
OPEN SPACE – UmWelt
Der „offene Raum“ ist eine moderne Seminarmethode, die keine konkreten Inhalte vorgibt, sondern die Teilnehmer ermutigt, sich aktiv einzubringen und gemeinsam bestimmte Aspekte eines Themas zum Diskutieren auszuwählen. Das demokratische Wahlprinzip liegt hier zugrunde.
Konkret wird im Seminar das Thema „Umwelt“ angeboten. Umwelt ist die Umgebung von Dingen oder Lebewesen in unterschiedlichen Zusammenhängen. In der Politik ist der Begriff Umwelt in seiner Bedeutung meist mit Ökologie verknüpft. Er wird häufig synonym auch mit dem Wort Natur verwendet. Dieser unterschiedliche Gebrauch macht den Begriff „Umwelt“ einerseits unscharf, andererseits zielt er aber breit auf die den Menschen umgebende Welt ab.
Im Laufe der Menschheitsgeschichte, insbesondere in Reflexion auf das Zeitalter der Industriellen Revolution und auf die Prognosen von Klimawandel und Erderwärmung gibt es heute auch eine ethische Debatte darüber, welche moralischen Argumente für den Schutz der Umwelt respektive des Menschen gelten könnten beziehungsweise müssten, das heisst die Umwelt wird auch als Mit-Welt oder auch als die Eine Welt deutlicher gesehen, ihre begrenzte Toleranz gegenüber unserem Handeln ist erkannt.
OPEN SPACE will einen Raum für inhaltliche Diskussionen geben. Es ist Sache eines jeden Teilnehmers, sich mit seinem Wissen, mit seinen Kenntnissen und Fähigkeiten in das Seminar einzubringen. Man kann aber auch einfach nur dabei sein, um Neues zu erfahren.
Die Methodik von OPEN SPACE folgt dem Grundsatz ‚Jeder ist der Richtige‘. Die Gruppe von Menschen, die sich im Seminar zusammenfinden, sind genau diejenigen, welche das Seminar innerlich und äußerlich ausgestalten.
Neu-Neuer-Erneuerbar: Energie als Eine-Welt-Frage
In Deutschland sind in den Jahren von 2002–2008 über 280.000 neue Arbeitsplätze im Sektor Regenerative Energien entstanden, der Anteil der „Erneuerbaren“ liegt bei uns inzwischen bei über 15 % des Stromverbrauchs, Tendenz weiter steigend. Erneuerbare Energien sind entgegen der derzeitig vorherrschenden Rezension ein starker Wachstumsmarkt: Ende 2009 sind beispielsweise in Deutschland mehr als 25.000 Megawatt (MW) an Windenergieanlagen installiert und am Netz.
Als Erneuerbare Energien, auch regenerative Energien oder alternative Energien, bezeichnet man nachhaltige Energiequellen. Sie bleiben – nach menschlichen Zeiträumen gemessen – kontinuierlich verfügbar und stehen hiermit im Gegensatz zu fossilen Energieträgern und konventionellen Kernbrennstoffen, deren Vorkommen bei kontinuierlicher Entnahme stetig abnimmt. Deren nahes Ende ist nach Reichweiteprognosen verschiedener Institutionen (u.a. Shell) bereits absehbar, d.h. innerhalb der nächsten Jahrzehnte bzw. eines Jahrhunderts.
Im Seminar wird darüber diskutiert, inwieweit Deutschland – bekanntermaßen Vorreiter im Bereich erneuerbarer Energien – beispielgebend für die Welt sein kann. Näher beleuchten wollen wir dabei nicht allein den Aspekt der Ressourcenverfügbarkeit beziehungsweise -verknappung. Wir wollen uns auch der Frage widmen, inwieweit der Wachstumsmarkt für Erneuerbare Energien hierzulande eine zentrale Lösung für die Zukunftsfrage der Welt sein kann, wenn man von der Prämisse ausgeht, dass (Soziale) Marktwirtschaft das Grundelement globaler Ökonomie ist beziehungsweise sein soll.
Total Global: alle für EINE WELT für alle
Wer macht sich schon – morgens beim frisch gebrühten Kaffee oder Tee – Gedanken darüber, wer sich in der sogenannten 3. Welt die Finger in Plantagen wund pflückt, damit wir so richtig genießen können…? Wie weit ist Afrika oder Südamerika eigentlich auch emotional von uns Mitteleuropäern der Wohlstandsgesellschaft entfernt? Dabei ist Globalisierung doch in aller Munde…im wahrsten Sinne des Wortes!
Unter ‚Globalisierung‘ versteht man den Prozess der zunehmenden weltweiten Verflechtung in allen Bereichen (Wirtschaft, Politik, Kultur, Umwelt, Kommunikation und so weiter). Diese Intensivierung der globalen Beziehungen geschieht auf der Ebene von Individuen, Gesellschaften, Institutionen und Staaten. Als wesentliche Ursachen der Globalisierung gelten der technische Fortschritt, insbesondere bei Kommunikationstechnologien und dem Transportwesen, entscheidend auf der politischen Ebene im Bereich der Liberalisierung des Welthandels. Die Welthandelsorganisation WTO bestimmt in zunehmendem Maße die Regeln für das „ökonomische Miteinander“, was nicht selten unterschwellig auch ein Gegeneinander bedeutet (Abschirmung von sogenannten Binnenmärkten). Gibt es neben dem WTO-Reglement überhaupt eine Alternative? Ist der Welthandel fair?
Im Seminar soll näher untersucht werden, wo auf der Welt hart gearbeitet und oft schlecht gelebt wird, damit wir Produkte konsumieren können, die für unseren Wohlstand so selbstverständlich sind. Das Seminar soll nicht in erster Linie an ein schlechtes Gewissen appellieren sondern Wege und Möglichkeiten für jeden Einzelnen aufzeigen, die Welt ein kleines Stück besser zu machen.